EGTA- CH
|
Musikhaus Krompholz in Bern
präsentiert: Samstag, 15. Januar 2011, 20.30 - ca. 21.30 Uhr Ort: Musikschule Konservatorium Bern, Kramgasse 36, 3011 Bern. |
Wolfgang Muthspiel, international gefeierter und anerkannter Gitarrist, sorgt
als Künstler mit tiefer Integrität, Intelligenz und kühner Musikalität für
weltweite Aufmerksamkeit. Sowohl stilles Charisma und Eleganz als auch
atemberaubende Technik und risikofreudige Musikalität zeichnen Konzerte von
Muthspiel aus. Seine ganz eigene musikalische Sprache vermittelt Offenheit in
grenzüberschreitenden, kompositorischen Strukturen.
Sein Label material records, das neben Muthspiels eigenen Projekten auch
Arbeiten anderer Künstler des Jazz- und Klassikgenres veröffentlicht – brachte
im Frühjahr 2010 bereits sein 29. Album hervor „Life at the Jazz Standard“ ein
Duo mit seinem ehemaligen Lehrer Mick Goodrick. Neben seinen Jazz-Projekten ist
Muthspiel auch als Komponist für zeitgenössische Ensembles tätig. Er erhielt
Kompositionsaufträge vom Ensemble für Neue Musik/Zürich, vom österreichischen
Kunst- und Kulturministerium, vom Klangforum Wien, vom Ensemble Marimolin aus
Boston, vom Violinisten Beni Schmid sowie kürzlich von der Österreichischen
Esterhazy Privatstiftung aufgrund des Haydn Jahres 2009.
Dank seiner musikalischen Vielseitigkeit erhielt Wolfgang Muthspiel 1997 den
Hans Koller Preis für den Musiker des Jahres und wurde 2003 zum Europäischen
Jazzmusiker des Jahres gekürt.
Unter seinen derzeitigen Projekten findet sich das Duo „Friendly Travelers“ mit
Schlagzeuger Brian Blade, das Wolfgang Muthspiel 4tet (mit dem Schweizer
Pianisten Jean-Paul Brodbeck), MGT „From a Dream“ mit Slava Grioryan und Ralph
Towner, das „drumfree trio“ (mit Larry Grenadier und Chris Cheek sowie seine
sich ständig weiterentwickelnde Solo-Performance mit verschiedenen Gitarren und
Loops.
Wolfgang Muthspiel wurde 1965 im steirischen Judenburg als Sohn eines
Chorleiters geboren. Im Alter von 6 Jahren begann er Violine zu lernen und
wechselte mit 15 Jahren zur Gitarre. Bereits in jungen Jahren entwickelte
Muthspiel ein großes Interesse an der Improvisation. An der Hochschule für Musik
und Darstellende Kunst in Graz studierte er daher sowohl klassische Gitarre als
auch Jazzgitarre. Er gewann zahlreiche Wettbewerbe für klassische Musik,
darunter auch den Internationalen Gitarrenwettbewerb in Mettmann/Deutschland.
1986 verließ Wolfgang Muthspiel Österreich und zog nach Boston um am New England
Conservatory bei Mick Goodrick und David Leisner zu studieren. Später erhielt er
ein Stipendium des Berklee College of Music, welches er 1989 mit „Magna Cum
Laude“ abschloss. In Berklee traf er auch auf Gary Burton, der ihm sogleich den
Gitarrenpart im Gary Burton Quintet anbot, jener Part, der seit Pat Methenys
Ausscheiden 12 Jahre lang unbesetzt blieb. Von 1995 bis 2002 lebte Muthspiel in
New York und arbeitete an zahlreichen unterschiedlichen Projekten, wie etwa mit
Rebekka Bakken, Trilok Gurtu, Brian Blade, Dhafer Youssef, Youssou N`Dour, Maria
Joao, Dave Liebman, Peter Erskine, Paul Motian, Marc Johnson, Bob Berg, Gary
Peacock, Don Alias, Larry Grenadier, John Patitucci, Dieter Ilg und viele mehr.
Seine Alben mit Rebekka Bakken und seinem Bruder Christian Muthspiel waren
schließlich auch die ersten Veröffentlichungen seines im Jahr 2000 gegründeten
Labels material records.
Seit 2005 ist er als Gastprofessor an der Universität in Basel tätig.
Zitate:
„Muthspiel hat alle intellektuellen und technischen Fertigkeiten um die
Momente der Magie zu nutzen.“ die Presse, Samir H. Köck, 2009
„Endlich wieder solo – voll Emotion, feinem Rhythmus und prächtigem Spielwitz.
Saitenweise. In einem seiner musikalischen Alleingänge führte Wolfgang Muthspiel
im Porgy & Bess in seine wunderbare Welt des vielschichtigen Gitarrenklangs. Von
Zeit zu Zeit muss das sein. Ein Jazzfest-Wien-09-Leckerbissen!“ Krone, Verena
Kienast, 2009
“Muthspiel combines a flawless technique honed by classical training
with a restless musical imagination as likely to derive inspiration from Bach as
from the blues or the Beatles.” London Times
"Wolfgang Muthspiel is a shining light of the contemporary jazz-guitar
generation." The New Yorker